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Nachbericht

Nachbericht_15. Tagebuch Slam_Baden_17.09.19

„Zum Abschied habe ich dem Michi ein Bussi gegeben (freiwillig).“

Liebes Tagebuch,

5 Monate war ich nicht mehr in Baden und ich bin mal bei Sonnenschein angekommen, konnte es gar nicht fassen. Hätte mir ein wenig mehr Publikum gewünscht, aber was solls, alle die nicht dort waren, haben definitiv was versäumt.

Danke an das Cinema Paradiso und Team, es ist immer eine Freude bei euch und mit euch.

Nun aber zu meinen Heldinnen des gestrigen Abends: Lea, Viki, Eva und Michaela. Die haben ja wieder Sachen auf die Bühne gebracht. Nicht immer haben alle, alles verstanden, weil zum Teil waren die Einträge in Dialekt: Niederösterreichisch (die Mama und die Kirche sind nicht gut weggekommen) und Vorarlbergisch (auffallend viele Bälle sind vorgekommen …)! Die Eine war in ihrer Teenagerzeit ein Punk und ist gerne auf der Maria-Hilfer-Straße abgehängt, mittlerweile ist sie Mutter und mit einem Polizisten liiert. Tja, die schönsten Geschichten schreibt das Leben … der Tagebuch Slam zeigt das immer wieder. 

Danke an alle! Gratulation an die Siegerin Lea. Sie freut sich über einen 1000 Schilling Gutschein von Paper Republic. Viki hat eine Trostschokolade von Tiroler Edle bekommen und darf sich ein Buch beim Holzbaum Verlag aussuchen. Eva und Michaela haben ein neues Notizbuch von Moduletto bekommen, damit sie auch weiterhin fleißig schreiben.

Nun aber zu meinen Zitaten Highlights:

„Beschissen haben sie uns auch schon, diese Holländer.“
„Es wird dir hier an jeder Ecke Drogen angeboten, das würde ich in Baden nicht wollen.“
„Und wieder mal ruft uns die Natur zu sich, wir schlagen unser Zelt auf.“
„Hi, ich habe habe jetzt Converse, die tauen mir so, des isch so saugeil. Aber es ist so kalt, kann sie no nit anziehen.“
„Wieso muss ich in die Kirchen? Kein Mensch muss in die Kirchen. Fuck Eltern!“

„P.S.: Ich schreibe so schiach, weil ich Boxen war.“

„Die Schule war naja und der Nachmittag auch.“
„Ich bin 14 und habe 3 Freunde. Am Donnerstag hat mich Mario aus unserer Siedlung geküsst.“
„Und dann gibt es da noch Andi. Der Einzige, der mir was bedeutet und von dem mir eine Trennung weh tun würde.“
„Ich hasse mich dafür, dass ich ihn betrüge.“
„Hey Leute, ich bin ein Punk und stolz drauf. Mein Glaube: Anarchie. Mein Lieblingsessen: Alles was mir schmeckt.“

„Ich weiß gar nicht, wieso ich dir einen Eintrag verpasse.“
„Ich habe von meinen Eltern Maria-Hilfer-Straße Verbot bekommen. Heute war ich dort. Meine Eltern sind so verblödet, die können das ja nicht kontrollieren.“
„Bald sind Andi und ich verlobt. Ich will ihn ja, aber für immer?“

„Donnerstag: Tobias hat mir einen Ball ins Gesicht geschmissen.“
„Freitag: Tobias hat mir wieder einen Ball ins Gesicht geschmissen.“
„In der Mittagspause haben wir in der Schule Flaschen drehen gespielt.“

„Wenn sie reif wäre, würde sie wissen, dass man einer Frau das Herz nicht bricht.“

„Sie hasst mich, weil ich in der Schule aufzeige und was lernen will. Sie sagt Streber zu mir, dabei habe ich nicht mal gute Noten. Sie hat sogar mein Rad im Fahrradkeller umgeworfen. Ich habe es wieder aufgestellt.“

„Ich würde mich so gerne umbringen, aber ich traue mich nicht.“

„Heute hätte es passieren sollen, aber wie immer kam etwas dazwischen, dieses Mal seine Oma. Morgen wird’s passieren.“

„Heute wollten wir es tun. Wir haben uns 5 Stunden Zeit genommen. Es war wohl doch noch nicht so weit. Bitte lieber Gott, lass es das nächste Mal passieren.“

„Heute ist viel passiert, fangen wir bei gestern an.“

„Ich habe ihm gesagt, dass ich 15 bin. Er hat es geglaubt!“

„Ich bin jetzt aufgeschrieben, Scheiß Bullen!“

„Also, ich habe schon saulange nicht mehr geschrieben, aber jetzt. Die Resi hat schon 6 Verehrer. Die Resi, ich weiß nicht, so langsam wird’s zur Nutten.“

„Mir geht das Freund haben so ab.“

„Ich weiß nicht, was sie hat und ich nicht. Was ist es? Der Busen? Die Resi hat so Hügel und ich so Bienenstich.“

„Ich schließe, wie immer mit den 4 Worten: Ich mag einen Freund.“

„Ich habe ihrem Freund erzählt, dass ich auf sie stehe.“

„Schlimmer als gehasst zu werden, ist es ignoriert zu werden.“

„Ich habe ganz viele Sachen in Erfahrung gebracht: Alle Burschen sind Arschlöcher!“

„Boah, echt, ich darf es eigentlich nicht sagen, ich hoffe, es liest dich niemand. Sie hatte schon mehrmals Sex (sagt sie zumindest).“

Es wurde viel gelacht, damit man den Alltag = Wahlkampf leichter erträgt ;-))
Bis 26.11.2019 wieder im Cinema Paradiso Baden, ich freu mich.

Gute Nacht,

*diana*

Nachbericht_70. TAGebuch Slam_Best of II ..._15.09.19

„Wieso habe ich immer das Gefühl, dass ich etwas ganz Besonderes bin? Ich hätte gerne ein Holzbein.“

Liebes Tagebuch,

ich habe dir ja so lange nicht mehr geschrieben, aber Sommerpause, Freizeitstress, da kommt frau ja zu gar nichts. Aber endlich finde ich wieder Zeit für dich und ja, es gibt genügend zu berichten. Wo fange ich bloss nur an?

Beim Sonntag, Best of II … TAGebuch Slam, übriges der 70. TAGebuch Slam im TAG und der 170 (!) Tagebuch Slam insgesamt, es geht dahin. Aber zurück zum Abend, was für ein Saisonstart. Ausverkauftes TAG, tolle Teilnehmer*innen, die Stimmung von Beginn an am Höhepunkt und ich ehrlich gesagt in Topform. Ich habe die Bühne vermisst und wie.

Meine Held*innen: Yogi, Claudia, Christian und Judith haben ja alle schon einmal gewonnen und waren deshalb nochmals auf der Bühne und haben ihr Bestes geben. Überzeugt hat wieder mal Yogi, bei ihren Liebesgeschichten zu ihren Lehrerinnen kann einfach niemand mithalten. Und dann auch noch die Briefe an Lady Diana, jährlich zu ihrem Todestag, unschlagbar. Sie hat sich über den 1000 Schilling Gutschein von Paper Republic gefreut und ist demnächst glückliche Besitzerin eines Notizbuches mit Ledereinband, damit sie weiterhin ihre Liebesgeschichten mit Lehrerinnen festhalten kann ;-))

Judith amüsierte uns mit ihren Dialekt Einträgen und belegte Platz 2. Sie erhielt einen Büchergutschein vom Holzbaum Verlag und eine Trostschokolade Oben Ohne von Tiroler Edle. Über ein wunderschönes, farbenfrohes, neues Notizbuch/Tagebuch von Moduletto freuten sich Claudia und Christian. Bei Claudia verlor man den Überblick wer gerade in war und Christian nahm uns mit auf eine Zeitreise, seine Geburt 1952 detailgenau von seinem Vater Anselm (*1928) festgehalten.

Natürlich habe ich für dich wieder ein paar Kostproben festgehalten:

„Ich weiß eigentlich nicht, was ich von ihnen und mit ihnen will. Doch, ich will sie beide.“
„Hi Buch, heute war ich Christa beobachten. Die Oma hat uns den Weg erklärt.“
„Liebe Diana, du tust mir zutiefst leid, wegen den Scheiß Paparazzi. Den Medien kann ich nicht trauen.“
„Da lag er dann und wehrte sich nicht. Steffi und ich rannten schreiend weg, als wir seinen steifen Freund sahen.“
„Heute bin ich total happy, ich bin in einen Jungen aus meiner Klasse verknallt.“
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass es der Reinhard nicht mit mir ernst meint.“
„Ich habe keine Kontrolle mehr über mein Herz.“
„Ich mach ihm Tina schmackhaft, damit will ich nur erreichen, dass er mich lieb findet und in mich ist.“
„Ich hör mein Tagebuch rufen: Gib nicht auf!“
„Ich tanzte viel mit Lukas und unsere Liebe entflammte von Neuem.“
„Stell dir vor, ich habe jetzt einen richtigen Freund, richtig geraten - Arthur.“
„Ich glaube, ich lasse den Arthur sitzen.“
„Sie hatte die ganze Fahrt starke Wehen, ihre Tapferkeit ist grandios.“
„Um 0.40 Uhr ist ein Junge geboren, mein Sohn. Erst um 14 Uhr kann ich zu Elisabeth. Was soll ich bis dorthin tun? Ich kann nicht mehr schlafen.“
„Mein Vater wollte hinfahren. Da hat es mich gepackt. Der Erste wollte ich sein.“
„Eine einzige dunkelrote Rose, sie symbolisiert den ganzen Strauß den ich ihr schenken möchte.“
„Heute verschlief Mama nicht. Zu Mittag gab es Buchstabensuppe.“
„In der Schule war es schiach, wie immer.“
„Heute in der Schule lernen wir Divisionen: 2536 : 11 = ??? Ich weinte sogar.“
„Ich habe 2 nervige Schwestern. Meine Mama ist ganz lieb, aber manchmal kommt sie mir verdächtig vor. Mein Vater kommt mir ganz normal vor.“
„Da ist sie wieder mal an meine Grenzen gegangen und ich habe ihr 2 Wochen Zimmerverbot gegeben.“
„Jetzt muss ich schlafen, sonst tue ich es morgen beim Frisör.“
„Mein Name ist Claudia und ich werde im Juni ein Teenager.“
„Ich möchte ein Problem auf die Bühne bringen, ich bin verliebt.“
„Ich habe ihn angestarrt, wie ein Trottel. Er ist so süß, aber fesch ist er nicht.“
„Weißt du, was blöd ist? Wenn man einen Neuen kennen lernt und dann sieht man sich 2 Tage nicht mehr und weiß nicht mehr, wie er aussieht.“
„Kind Nr. 3, das ist mein Sohn. Ich konnte es nicht glauben, drehte mich um und ging ziemlich dumm weg.“
„Ich habe einen psychischen Ratgeber gelesen. Für das große Werk, aus Christian einen brauchbaren Menschen zu machen. Es wird wahrlich nicht leicht werden.“
„So fotografierten wir Christian noch 6x. Morgen werden wir mehr wissen. Hoffentlich sind die Aufnahmen gelungen. Von 8 Fotos sind 6 verwertbar. Wir lassen jetzt den Kopf von Christian vergrößern."
„Warum bekomme ich eigentlich keinen Brief von den Lehrerinnen? Den Meisten habe ich ja schon 2x geschrieben.“
„Du wirst nicht erraten, wen ich gestern besucht habe?“
„Liebe Diana, mit Charles und so, echt Scheiße gelaufen alles.“
„Der Nachbar Sepp ist heute gestorben. Alle Verwandten waren da und haben plärrt.“
„Der Michi hat mit der Dani Schluß gemacht, weil er sie nie troffen hat.“
„Mei eh, ih frei mi, wenn ih endlich aus der Scheiß Pubertät draußen bin.“
„Wenn ich das gestörte Tagebuch nicht hätte, würd ich voll durchdrehen. Es ist schon mein 3.“
„Liebe: frisch entleibt!“
„Schwestern: Die Eine in der Vorpubertät, schlimmer als in der Pubertät. Die Andere in der Nachpubertät, nicht zum Aushalten."
„Das Leben ist lang und wir mir wohl noch viele Haberer bieten.“

Danke an ALLE, die die Tagebuch Slams so erfolgreich machen!

Bis bald.

Deine *diana*

Teilnehmerinnen_1. Tagebuch Slam @Feministival, 5 Jahre Sorority_Ankerbrothalle_Wien_13.09.19

Siegerin des Nachmittags: Roswitha

Teilnehmerinnen

  1. Katharina K.

  2. Roswitha

  3. Katharina W.

5 Jahre Solidarity, Sister! Oh ja, das gehört gefeiert und wie. Der Tagebuch Slam gratulierte mit einem Mini-Tagebuch Slam, sprich 1 Stunde, 3 Teilnehmerinnen + einen Zugaben Text der Siegerin, die uns auf eine Zeitreise in die 70er Jahre mitgenommen hat. Schön wars, gerne jederzeit wieder.